Heilkräuter für Tiere

Heilkräuter für Tiere

Die Verwendung von Heilkräuter, Wurzeln und Gewürzpflanzen, ist eine der ältesten bekannten Therapieform zur Erhaltung der Gesundheit, der Behandlung von Wunden und Erkrankungen.

Seit Jahrtausenden wird sie bei Mensch und Tier eingesetzt.

Der Ursprung der europäischen Heilpflanzenkunde liegt in der griechischen und römischen Antike. Das bekannteste und bedeutendste Kräuterbuch wurde von Pedanius Dioskurides (1. Jh. n. Ch.) geschrieben  die “Materia Medica“.

Dioskurides war Militärarzt in der Armee des Kaisers Nero. Auf seinen Reisen im Mittelmeer lernte alles über Heilkräuter, Pflanzen und Heilkunde. In seinem Buch wurden fast 1000 Pflanzen nach Aussehen, Vorkommen, Zubereitung und Verwendung beschrieben.

Heilwissen der Nonnen und Mönche

“Klostermedizin”

Im Mittelalter prägten religiöse Gemeinschaften die Medizin. Mönche und Nonnen pflegten Kranke aus Nächstenliebe und verwendeten zur Behandlung Heilkräuter.

Die Tränken, Säfte, Umschläge und Salben sind als “Klostermedizin” bekannt und werden noch heute von Mönchen angewendet und weitergegeben.

Die wohl bekannteste Nonne ist Hildegard von Bingen.

Wie ihre Vorgängerinnen, befasste sie sich nicht nur mit Heilkräutern und Pflanzen, sondern interessierte sich über die Zusammenhänger der Psyche und den daraus entstehenden Erkrankungen.

Immer mehr Menschen stellen ihren Lebensstil um und nutzen das Wissen der Hildegard von Bingen.

Tiermedizin, Heilkräuter und Naturheilkunde

In den letzten Jahrzehnten haben sich Stellenwert und Umgang mit Tieren sehr geändert. Früher hatte jedes Tier seine Aufgaben um dem Menschen zu helfen.  Es musste Haus und Hof bewachen, beschützen und wurde eher als “Nutztier” gesehen.

Heute aber sind sie unsere Wegbegleiter, Seelentröster, Therapeuten, Sportfreunde und Lebensretter geworden.

Die Beziehung zu unseren Tieren ist enger als je zuvor und sie werden wie Familienmitglieder behandelt.

Wir pflegen und behüten sie, und machen alles damit sie gesund bleiben und es ihnen gut geht.

menschhundbeziehung

 

Eine Bindung ohne Worte

Uns ist auch die artgerechte Haltung von Nutztieren sehr wichtig und wir setzen uns für immer mehr für schwache, kranke und mißhandelte Tiere ein.

Auch sind die Tierbesitzer heutzutage bereit, in die Gesundheit ihres Tieres zu investieren und vor allem Krankheiten vorzubeugen.

Dies hat auch den Bereich der Therapiewahl maßgeblich verändert.

Gab es früher nur den Tierarzt der Medikamente verschrieb, bietet die Tiermedizin heute die gleichen Möglichkeiten wie beim Menschen.

Trotz der guten Diagnostik und Behandlung, nehmen Tierbesitzer immer öfters alternative Heilmethoden in Anspruch.

Einerseits, weil sie diese bei sich selber anwenden, und andererseits weil sie die angenehmen und effektiven Methoden auch ihrem Tier gönnen.

Vor allem bei chronischen Erkrankungen sind die Ergebnisse der klassischen Veterinärmedizin meist unbefriedigend und durch alternative Heilmethoden können sie ihr Tier zusätzlich unterstützen.

Dank der Tierernährungskunde und der Veterinärmedizin erreichen unsere Tiere nicht nur ein höheres Lebensalter, sondern den Tierbesitzern ist es immer wichtiger ihre Familienmitglieder gesund zu erhalten.

Viele Tierärzte, mit denen ich zusammenarbeite, wenden die Naturheilkunde (z.B. Homöopathie) bei ihren Patienten an.

Und es findet weiter ein Umdenken statt, die Tiermedizin mit der Naturheilkunde zu kombinieren.

Tierspezifische Besonderheiten bei der Anwendung von Heilpflanzen

Heilpflanzen kann mann innerlich und äußerlich verwenden. Sie werden zu Pulver, Salben, Pflastern, Pillen, Breiumschlägen, Tinkturen, Abkochungen, Aufgüsse, Sirupe und Auszüge verarbeitet.

 

Kräuterheilkunde für Tiere

 

Salben und Öle

 

Heilpflanzen enthalten ätherische Öle, Alkaloide, Bitterstoffe, Gerbstoffe, Schleimstoffe und viele chemische Verbindungen.

Jede Pflanze hat seine eigenen Wirk- und Inhaltsstoffe und kann mit anderen eine Wechselwirkung haben. Daher dürfen in Österreich nur Tierärzte die Homöopathie anwenden.

 

Kann ich meinem Tier selber Kräuter und Heilpflanzen geben ?

Wenn es nicht beim Tierarzt in Behandlung ist, kannst du deinem Tier Kräuter und Gewürze geben. Es liegt immer in deiner Eigenverantwortung.

Du musst nur beachten, dass gewisse Pflanzenstoffe auch bestimmte Wirkungen haben, wie beispielsweise die afrikanische Teufelskralle, die bei Schilddrüsenproblemennicht gegeben werden soll, weil sie die Wirkung der Medikamente beeinflussen kann.

Auch bei Sporttieren, die an offiziellen Wettkämpfen und Turnieren teilnehmen, können gewisse Heilkräuter verboten sein, weil sie unter Doping fallen könnten.

Wichtig ist es auch, dass bei tragenden oder säugenden Tieren, einige Pflanzenstoffe nicht gegeben werden.

Gewisse Heilpflanzen bzw fertige Mischungen fallen nach der EU-Verordnung in das Arzneimittelgesetz und dürfen in Österreich nur von Tierärzten beim kranken Tier verabreicht werden.

Aber im Normalfall kannst du dein Tier mit Kräutern und Pflanzen bei der Fütterung unterstützen, wie beispielsweise Fenchel bei Blähungen oder getrockenete Brombeerblätter bei Durchfall.

Auch kleinere Wunden, die nicht einem Tierarzt versorgt werden müssen, können mit mit Käsepappel desinfiziert und die Wundheilung beschleunigt werden.

Bei Gelenksproblemen hat sich zum Beispiel auch Weihrauch gut bewährt.

Die Preiselbeere hilft bei Blasenentzündung, wirkt harntreibend und schwemmt die Bakterien aus der Blase.

Noch heute werden alte Rezepte aus dem Mittelalter gefunden, die uns und unseren Tieren sehr hilfreich sein können.

Erst 2010 entdeckte eine Forscherin aus Nottingham eine einfache Rezeptur aus der alten Klostermedizin, wonach das Bakterium Staphylokokkus Aureus abgetötet wird.

Dieses Rezept wurde in die medizinische Forschung aufgenommen.

Du siehst, dass die Natur wertvolle Geschenke für uns hat, die wir für unser Wohlbefinden nutzen können. Darum sollten wir dankbar sein und uns weiterhin gut um sie kümmern.

Futterzusätze aus Kräuter

 

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